Heimatgalerie - Normandie/Bretagne 2013 - Normandy American Cemetery

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Normandie/Bretagne 2013 - Normandy American Cemetery

»Normandy American Cemetery«

In unmittelbarer Nähe der Ortschaft Colleville-sur-Mer befindet sich der am 8. Juni 1944 erbaute Ehrenfriedhof »Normandy American Cemetery and Memorial« für die gefallenen US-Soldaten. Er ist einer von insgesamt vierzehn US-Militärfriedhöfen des Zweiten Weltkrieges außerhalb der USA. Errichtet und betreut wird der Friedhof von der »American Battle Monuments Commission«. Diese Bundesbehörde verwaltet und pflegt weltweit 24 US-amerikanische Friedhöfe, Ehrenmale, Denkmäler und Gedenktafeln.

Eingeweiht wurde der Ehrenfriedhof 1956 durch René Coty (1882-1962), dem 17. Staatspräsidenten der Französischen Republik und durch General George C. Marshall (1880-1959). Angelegt wurde der Ehrenfriedhof oberhalb des Strandabschnittes, an dem der rechte Flügel der »1st Infantry Division« das Festland erreichte und wo sich das Schlachtfeld eröffnete, auf dem der rechte Flügel dieser Einheit kämpfte. 

Eingeweiht am 18. Juli 1956
Größe: 70 Hektar
Grabsteine: 9.387
Lateinische Kreuze: 9238
Davidsterne: 149
Vermisste Soldaten: 1557
Gräber von Brüdern: 41

Zu beiden Seiten des Hauptweges befinden sich zehn Gräberfelder. Die aufgestellten Kreuze und Davidsterne sind aus weißem Carrara (Lasa) -Marmor gefertigt.

Am Eingang zum Gräberfeld befindet sich der »Garten der Vermissten« mit einer bogenförmig angelegten Mauer, an ihr die Namen von insgesamt 1557 verschollenen Soldaten. Dahinter ragt eine sieben Meter hohe Bronzefigur in den Himmel. Sie symbolisiert die Seelen der US-amerikanischen Jugend, die aus den Wogen emporsteigt und die Inschrift trägt: »My Eyes have seen the glory of the coming of Lord« (Meine Augen haben Gottes Glorie kommen sehen).
Über eine Treppe gelangt man zu einer Aussichtsterrasse, von der man die Steilwände, »Omaha Beach« und den »Pointe du Hoc« sehen kann.
Das am 6. Juni 2007 eröffnete Interpretationszentrum soll den Mut und die Tapferkeit der an der Landung der Alliierten beteiligten Soldaten würdigen und die Besucher zum Nachdenken über die »Operation Overlord« anregen.
Unser Vorhaben, die Gräber der Niland Brüder zu finden, war trotz vorliegender Grab –und Reihennummer keine einfache Aufgabe. Das Schicksal der Niland Brüder galt als Vorlage Für Steven Spielbergs Film »Privat Ryan« (»Der Soldat James Ryan«). Schließlich wurde unsere Mühe doch noch belohnt und wir fanden beide Gräber.
Frankreich hat den USA dieses Gelände auf unbestimmte Zeit als Bestattungsort ohne Gebühr oder Versteuerung zur Nutzung überlassen. [1], [2]

Jeder Besucher sollte sich auf dem Friedhofs die Zeit nehmen, um innezuhalten und die Gedanken zuzulassen, dass es sowohl im Westen, als auch im Osten viele dieser Orte gibt, an denen die Menschen liegen, denen wir für alle Ewigkeit dankbar sein sollten! Führt dieser Gedanke uns doch vor Augen, »welch großes Opfer und Leid damals für unsere heutige Freiheit dargebracht wurde!«

Die Parkplätze waren kostenlos und ausreichend vorhanden (auch für Wohnmobile und Busse). Das Friedhofsgelände und das neue errichtete Interpretationszentrum kosteten bei unserem Besuch kein Eintritt.

Jeder, der die Möglichkeit dazu hat, sollte diesen Ort besuchen.

http://www.abmc.gov/cemeteries/cemeteries/no.php

Quelle: [1] Lecouturier, Yves/Bournier, Isabelle: »Die Strände der alliierten Landung«, Edition Ouest-France 2011, [2] Informationsheft des Friedhofes