Heimatgalerie - Normandie/Bretagne 2013 - Batterie Longues-sur-Mer

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Normandie/Bretagne 2013 - Batterie Longues-sur-Mer

»Batterie Longues-sur-Mer« (Marine-Artillerie-Batterie)

Betrachtet man die geographische Lage, ist es nicht weiter verwunderlich, warum die Deutschen dieses Plateau für die Batterie auswählten. Von den Klippen war es dem Zielstand / Beobachtungsposten (»Regelbau 262«) der Batterie möglich, sowohl den »Gold Beach« als auch den »Omaha Beach« einzusehen. Beide Sektoren lagen im direkten Schussfeld der Batterie. Der Zielstand war den Kasematten / Geschützschartenständen 300 Meter vorgelagert und richtete mit Hilfe des Entfernungsmesser die vier 150mm Geschütze aus. Die Gegend und das weitere Umfeld würden vom 726. Grenadier Regiment« verteidigt werden.

Bevor die Batterie am 6. Juni 1944 ihr Feuer auf US-amerikanische Kriegsschiffe eröffnete, überstand sie unbeschadet drei schwere Luftangriffe (28. Mai, 3. Juni und 6. Juni).
Erst vier Kriegschiffen (der »Georges-Leygues«, der »Arkansas«, der »Ajax« und der »Montcalm«) gelang es, drei der vier Geschütze durch massiven Beschuss außer Gefecht zu setzen. Der französischen Résistance« Bewegung ist es zu verdanken, dass die Lage der Batterie enttarnt wurde. Erst dem Panzerkreuzer »Georges-Leygues« gelang es, durch zwei finale Schüsse auch den vierten Geschützschartenstand auszuschalten und somit das Ende der Batterie zu besiegeln. Am folgenden Morgen ergab sich die Besatzung.

Es ist die letzte Batterie des Atlantikwalls, wo in drei von vier Kasematten die Geschütze erhalten geblieben sind. Das führte dazu, dass die komplette Batterie unter Denkmalschutz gestellt und dem »Conservatoire du littoral« zugeordnet wurde. Zudem gibt es noch den vorgelagerten Zielstand / Beobachtungspunkt und einige Ringstellungen. Die Batterie gehört zu den besterhaltenen einer Marine-Artillerie.
Jede Kasematte / Regelbau ist ca. fünfzehn Meter lang und zehn Meter breit. Decke und Außenwände messen zwei Meter. Zur Deckung des Umfeldes verlegte man Minen, Stacheldrahtverhaue und platzierte MG-Stellungen. [1] 

Heute befindet sich im Zugangsbereich der Batterie ein Informationshäuschen mit Souvenirshop und ein kleiner Parkplatz. Der Eintritt war 2013 frei. 

www.normandiememoire.com/

Quelle: [1] Lecouturier, Yves/Bournier, Isabelle: »Die Strände der alliierten Landung«, Edition Ouest-France 2011