Heimatgalerie - Normandie/Bretagne 2013 - GOLD Beach

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Normandie/Bretagne 2013 - GOLD Beach

Der britische Landungsabschnitt »GOLD Beach« (Codename: »KING« und »JIG« [2]) erstreckte sich etwa von den Ortschaften Ver-sur-Mer bis Port-en-Bessin.

Bevor fast zeitgleich (um 7:05 Uhr) zum »JUNO Beach«, 25.000 britische Soldaten der »50th Infantry Division« und der »8th Panzerdivision« an Land gehen, bereiten dreizehn Zerstörer der alliierten Flottenverbände den Sektor mit massiven Beschuss zur Landung vor. Unter dem Befehl von General Douglas Alexander Henry Graham (1893-1971) lautet Ihr Auftrag, sich an den Steilwänden von Arromanches-les-Bains festzusetzen und schnellstmöglich die Stadt Bayeux zu sichern. Nach der Landung werden 413 gefallene oder vermisste Soldaten beklagt. [1], [2]

Von der Anhöhe über der Stadt Arromanches bietet sich dem Betrachter ein atemberaubendes Bild über den »GOLD Beach«, welcher mit Fotos nicht annähernd wiedergegeben werden kann. Wer dort oben einmal gestanden und das Panorama auf sich hat wirken lassen, der dürfte meine Begeisterung teilen. Bilder können eben doch nicht alles!

Am Strand von Arromanches liegen seit über sechzig Jahren die Reste der künstlichen Hafenanlagen (»MULBERRY B« [B=Britain]), auch »Port Winston« genannt. Es sind »Phönix-Senkkästen« und »Betonschwimmer«. Diese Überreste ermöglichen es uns noch heute, die Geschichte des »D-Days« auf besondere Art begreifbar werden zu lassen. Es sind stille Zeugen eines der wichtigsten Kapitel unserer Geschichte. Weiter draußen, auf offener See, liegen ebenso zurückgelassene »Senkkästen« und »Betonschwimmer«.
Über diesen künstlichen Hafen »Port Winston« in Arromanches gingen, nachdem der amerikanische Hafen (»MULBERRY A[merika]«) in Vierville vom Sturm zerstört worden war, am 12. Juni 1944 rund 300.000 Mann, 54.000 Fahrzeuge und 104.000 Tonnen Material an Land. Die 115 montierten »Phönix-Senkkästen« bildeten eine künstliche Reede von 16 Kilometer Länge.
Während der hunderttägigen Nutzung landeten an dem künstlichen Hafen 2.500.000 Soldaten, 500.00 Fahrzeuge und 4.000.000 Tonnen Material. Mehr als in den großen Häfen von Cherbourg und Le Havre.
Gegen deutsche Luftangriffe schützten den Hafen 150 Flugabwehr Geschütze (»Flak«) und eine Ballonbarriere.
Zur Verteidigung dieses Landungsstrandes hatten die Deutschen westlich von Ver-sur-Mer einen Gefechtsstand mit vier sowjetischen 144mm Geschützen und bei La Mare Fontaine Bunker mit vier tschechischen 105mm Geschützen errichtet. [1]

Museen: (Museum in Arromanches, Museum in Bayeux)

www.goldbeachmusee.fr
www.arromanches-museum.com
www.arromanches360.com
www.mairie-bayeux.fr

Quelle: [1] Lecouturier, Yves/Bournier, Isabelle:
»Die Strände der alliierten Landung«, Edition Ouest-France 2011, [2] »Historical D-Day Map«